LEBENDIGKEIT IN KÜRZE – SPIEGEL DER WELT

Logo_Kolibri

Alles, was das Herz bewegt, ist wahr, ist wichtig, will gehört werden – findet seinen Weg.

Das Anliegen dieses Blog’s ist es, in Versform – dem Leben – mit Respekt, Achtung, freudig, mit aller Ernsthaftigkeit und mit einer guten Portion Humor zu begegnen.

So vielfältig wie das Leben, sollen die Beiträge sein.

Unter Berücksichtigung des Urheberrechtes kann jeder mitgestalten – die Veröffentlichung der Beiträge behalte ich mir vor.

Die Idee konnte ich vor Jahren mit der Gemeindebücherei Westoverledingen in Gang setzen. Jetzt führe ich den Blog privat weiter. So werden Sie/ werdet Ihr an dieser Stelle noch alte Beiträge finden. Einige habe ich bereits entfernt. Bitte wenden Sie sich/ wendet Euch an mich – wenn ich Ihren/ Deinen Beitrag aus dem Blog nehmen soll. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt, werde ich dies tun.

Ich freue mich aufrichtig, dass die Idee wieder Fahrt aufnimmt und Menschen in’s Gespräch kommen…

Veronika Dommer
email: dommerveronika@gmail.com

NEUIGKEITEN

G R E N Z E N

Grenzenlos …
Grenzen überwinden …
Grenzen einreißen …
Grenzen abbauen …

Freiheit …
Ungewißheit …
Angst …
Mut …
Freude …
Neues erleben und bewirken …

…all‘ dies geht nur wirklich in einer aufrichtigen Gemeinschaft…

Veronika Dommer
09. November 2019




ZUFALLSGEDICHT/-GESCHICHTE

VOR DEM TOR (Faust I)

VOR DEM TOR

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Johann Wolfgang von Goethe