LEBENDIGKEIT IN KÜRZE – SPIEGEL DER WELT

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Alles, was das Herz bewegt, ist wahr, ist wichtig, will gehört werden – findet seinen Weg.

Das Anliegen dieses Blog’s ist es, in Versform – dem Leben – mit Respekt, Achtung, freudig, mit aller Ernsthaftigkeit und mit einer guten Portion Humor zu begegnen.

So vielfältig wie das Leben, sollen die Beiträge sein.

Unter Berücksichtigung des Urheberrechtes kann jeder mitgestalten – die Veröffentlichung der Beiträge behalte ich mir vor.

Die Idee konnte ich vor Jahren mit der Gemeindebücherei Westoverledingen in Gang setzen. Jetzt führe ich den Blog privat weiter. So werden Sie/ werdet Ihr an dieser Stelle noch alte Beiträge finden. Einige habe ich bereits entfernt. Bitte wenden Sie sich/ wendet Euch an mich – wenn ich Ihren/ Deinen Beitrag aus dem Blog nehmen soll. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt, werde ich dies tun.

Ich freue mich aufrichtig, dass die Idee wieder Fahrt aufnimmt und Menschen in’s Gespräch kommen…

Veronika Dommer
email: dommerveronika@gmail.com

NEUIGKEITEN



ZUFALLSGEDICHT/-GESCHICHTE

Augen-Blicke

In einem Augen-Blick ist alles anders.
In einem Augen-Blick entscheiden Sekunden.
In einem Augen-Blick verändert sich ein ganzes Leben.

Wie viele Augen-Blicke bleiben mir?
Und, wie viele habe ich schon hinter mir?

Die Zeit und die Ewigkeit sind in einem Augen-Blick zusammengefallen..

Eben, vor einer Minute, vor einer Stunde, vorhin…
Gestern, vorgestern oder vor drei Wochen-
Da war noch alles im Lot,
im Gleichgewicht- in meinem inneren Gleichgewicht.

Das Jetzt…
Das Jetzt- auf einmal erschreckt es mich.
Bringt mich aus dem Lot.
Das Jetzt lässt mich aus dem Ruder laufen
Und schlägt über mir zusammen.
Schlägt in mir alles zusammen.

Wie kann sich die Welt einfach weiterdrehen, wo in mir alles erstarrt ist?

Natürlich hat mein Verstand das Jetzt in Bruchteilen von Sekunden begriffen.
Mein Verstand hat schnell begriffen…
Aber mein Herz, meine Seele, mein Innerstes hat noch einen langen Weg vor sich.
Der Weg vom Verstand zum Herzen ist ungeheuer weit.
Dieser Weg will erst einmal gegangen werden.
Der eine hat den ersten Schritt schon getan,
die andere sucht noch mit dem Jetzt überhaupt in Kontakt zu kommen.

Wenn in einem Augen-Blick irdische Zeit mit der Ewigkeit in Berührung kommt,
dann ist unweigerlich, in einem Augen-Blick…alles zu ende.

In einem Augen-Blick knallt die Ewigkeit in mein Leben.
Und ich kann – nicht mehr.
In einem Augen-Blick knallt die Ewigkeit in mein Leben.
Und ich bleibe- benommen liegen.
In einem Augenblick knallt die Ewigkeit in mein Leben.
Und es wird – mir schlecht.
In einem Augenblick knallt die Ewigkeit in mein Leben.
Und ich spüre – mich nicht mehr.

Wenn ich irgendwann wieder kann,
wenn ich irgendwann wieder bleibe,
wenn ich irgendwann wieder werde,
wenn ich mich irgendwann wieder spüre,
dann dürfen mich Gedanken an Gott wieder berühren.
Aber, ich glaube, erst dann…

Marion Pagel, Weener, im April/ Mai 2002

Dazu hat uns Frau Pagel folgende Geschichte übermittelt:
Der Unfall eines jungen Mannes berührte mich sehr.
Auf der Suche nach tröstenden Worten konnte ich nicht fündig werden.
Jedenfalls fand ich nichts, was mir oder den Hinterbliebenen Trost gab.
Alles, was ich fand, war oberflächlich – für mein Empfinden nicht tiefgehend genug.
So formulierte ich mit meinen Worten obige Zeilen. Die Schwester des jungen Mannes
hatte den Mut und die Kraft, den von mir verfassten Text bei der Trauerfeier vor zu lesen.
Vielleicht kann er auch andere Betroffene trösten…