Tagesgedanken 06. 12. 2022

Alter – mit einem lachenden und weinenden Auge

Was bedeutet es?
Alte sagen, die sind noch viel zu jung!
Junge sagen, oh Gott, die Alten!

Wir leben alle und werden mit jeder Minute älter.
Mit jedem Schritt beweglicher und jedem Gespräch klarer.
Mit Klarheit und Offenheit werden wir verbundener.

Altern heißt: Sich entwickeln. Eine frohe und zuversichtliche
Aussicht. 🙂

Gleichzeitig bedeutet es Abnhame von Lebenszeit! Für jeden!

Was also ist Altern?
Was ist Altern für junge Menschen und was für alte?

Wie schauen wir aufeinander?

Nehmen wir ein Taxameter und berechnen wir unsere
Wirtschaftlichkeit?

In allen Schichten finden wir immer, auch jetzt, Polypen, das
lässt sich nicht ausschließen.

Die entscheidende Frage ist: Woran wollen wir unser Leben
ausrichten?

Wir brauchen uns!

Veronika Dommer

Tagesgedicht 22.11.2022

Eiskalte Boten

Kein Blatt mehr –
nur die Eiche, hält noch fest –
was lange schon bestimmt.

Sie klammern noch?
Ganz braun und ohne Saft.
Was ist der Leim?
Wo ist die Kraft –
und wo des Haltens Sinn?

und was Natur vollbringt

Der Mensch schaut hin,
er weiß sehr viel –
doch ist verborgen dieses Spiel –
im Saft – des Baumes tiefsten Grund.

Natur halt – der ewige Verbund.

Veronika Dommer November 2022

These

Recht
Bauchpinselei
ich habe recht –
steh‘ immer dort,
wo das Recht ist.

Wenn das Recht
die Seiten wechselt,
stehe ich auch dort –
zu recht!

Bin ich ein Narzißt?
Nein!
Im Recht!

Menschen sind Teil einer Gesellschaft,
die Gesellschaft ist das Abbild
der Menschen in ihr.

Worte in die Welt
Ein jeder
spricht sich in die Welt –
ich auch!

Mit Worten groß und klein
und ist sehr stolz
auf seine Kunst –
die Schönheit obendrein

und sind die Worte
toll gereimt –
mal so, mal so –

ist das Motiv
für Menschenkraft,
den Humanismus – klein,

dann hilft es nicht ,
auf lange Zeit
im Besten Schritt zu geh’n

authentisch nur –
Wahrhaftigkeit –
die Würde
wird es dreh’n.

Der Mensch ist doch
ein Mensche nur
und so einzig klein.

Wilhelm Busch

Bewaffneter Friede

Ganz unverhofft, an einem Hügel,
sind sich begegnet Fuchs und Igel.

Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Ordre nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
und weißt du nicht, dass jeder sündigt,
der immer noch gerüstet geht?

Im Namen seiner Majestät
Geh her und übergib dein Fell.

Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.
Lass dir erst deine Zähne brechen,
dann wollen wir uns weiter sprechen!

Und all sogleich macht er sich rund,
schließt seinen dichten Stachelbund
und trotzt getrost der ganzen Welt,
bewaffnet, doch als Friedensheld.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Darüber lässt sich sehr gut Nachdenken und reden.
Wie ist es in heutiger Zeit.

Wilhelm Busch, nicht nur der Vater von Max und Moritz,
sondern ein ausgezeichneter Beobachter von Mensch und
Tier.

Kann ich nur empfehlen:
Nachdenkliche Betrachtungen
des heiteren Philosophen
über Schein und Sein


Kritik des Herzens
Autor: Wilhelm Busch



Tagesgedicht 01. Juli 2022

Wo war mein Weg
auf all‘ den Wegen
in all‘ der Weite
in all‘ der Zeit
Tag für Tag.

Wie hatte ich Mut! –
und fragte nicht –
ging einfach –
Bauchklug
voran.

Es war Vertrauen –
und war stets da.

Ich fragte nicht.
Ich ging einfach –
Bauchklug
voran.

Diese Gedanken widme ich Angelika
und den Menschen, die Fragen stellen.