Archiv der Kategorie: Natur

Anmaßung

Wer kennt die Bewohner der Erde,
das Aufmaß aller Zeit -
das Leben in seiner Vielfalt -
die Brücken der Ewigkeit?

Wer weiß von allen Wesen
und Dingen ring's im Jetzt,
von dem, was Erde bietet -
von dem, was sie verletzt?

Nicht alle Wunden heilen! -
und das ist abzuseh'n -
der Mensch wird nicht verweilen -
was andres wird entsteh'n!

Die Mutation des Lebens -
so manche Art entleert -
der Mensch hofft wohl vergebens -
Ressourcen ohne Wert.

Veronika Dommer
Oktober 2019

Erde

Die Erde sucht
den Sonnenlauf -

vergeblich -
wie mir scheint -
Der Bogen
ist jetzt flach gestellt. -

Wo ist der Erde Haus?

Die Kälte -
alles anders schon
und schnell -

Was soll' wir tun?

Des Menschen Schrei -
er geht in's All -
nur zwei drei winken schon...

Veronika Dommer 2019

Geben und Nehmen

geben und nehmen -
auf und ab -
Zwischentöne
Lebenssaft
Spannungsbogen
Schulterschluss -

geben und nehmen -
das ist der Fluss

alles ist -
werden und vergeh'n -

Zwischtöne
sind grausam und schön -
Lebenslinien
Mensch und Tier -

geben und nehmen
machen und lassen
kämpfen und helfen
lieben und hassen

Prisma der Welt -
Facetten des Lebens -

vom Menschen bestellt.

Veronika Dommer
September 2019

Leben = Fluss

Die Zeit zerrinnt 
in uns'ren Händen -
kein Halten,
nur der Fluss ist da.

Im Augenblick
gibt's kein Verweilen -
vergänglich ist der Sonnenstrahl.

Und möcht ich manches heben,
nur so zur Freude -
nichts ist da...

Fluss ist Fluss,
das Leben heute, anders
als es einst geschah'.

Die Einsicht ist's -
zum ersten Sehen
und doch -
ist Trauer nebenan -
im Gehen
wird es leichter werden...

Vertrau mir ganz
und geh' voran.

Der Schmerz ist da,
doch wird er weichen -
mit jedem Tag der Zuversicht.
Es ist halt so,
nur nicht verbleichen -
der Tag hat Farben -
auch für mich.

Veronika Dommer September 2019

Begegnungen

Ich bin dankbar für Menschen, denen ich immer wieder begegnen darf. Wir haben eigenartige Kontakte. Sie sind nicht geplant, somit auch nicht fest und regelmäßig, auch nicht oft. Vielleicht viermal im Jahr, oder nach Jahren – an überraschenden Orten. Diese laden nicht unbedingt zu Gesprächen ein und doch..

Diese Menschen haben Weisheiten, die Trost spenden, die aufhorchen lassen, die Mut machen, die voller Liebe sind. Man muss nur richtig hinhören. Diese Menschen sind ohne aufgesetztes Gehabe, ohne Gespreiztheit und doch Menschen mit allem, was Menschen ausmacht, das gesamte Spektrum des Menschseins.

Für diese Begegnungen mit diesen Menschen bin ich dankbar! Und dankbar, das sie so sind wie sie sind.

Jedoch scheint es auch so zu sein, dass ich diesen Menschen etwas gebe, dass sie erfreut. – Muss man darüber nachdenken? – Es hilft, wenn ich mir dessen bewußt werde. Es hilft über Klippen und durch Täler zu schreiten…

Mit Herz und Seele
- offen -
durch den Tag des Lebens geh'n.
Leben, Lieben, Hoffen -
und für den ander'n mitbesteh'n.

Für das eigne Glück stets sorgen,
mit dem Aufsteh'n fängt es an
und dann am Abend dankbar Sinnen -
die ist einfach - schwer getan.

Mensch sei achtsam -
geh' gemeinsam durch das Leben
dieser Welt -
unser Sein, das ist endlich
und das Feld ist halb bestellt
...

Veronika Dommer August 2019

Umwelt

Die Umwelt 
braucht den Menschen nicht!
Sie lacht ihm dreist
in sein Gesicht:
Zerstörst du das,
was du so brauchst -
weil Gier und Neid
nimmt seinen Lauf -
dann -
Mensch -
tust du mir gar nicht leid!

Ich brauch dich nicht -
bald ist's soweit!


Veronika Dommer Juni 2019

Natur

Natur - kennt Grenzen nicht, 
sie ist ganz flugs,
Was keiner denkt -
da -
wo Grenze Menschen hemmt.

Natur - sie breitet sich und
wächst sich aus.

DIE ERDE IST IHR GANZES HAUS!
Veronika Dommer Juni 2019

Pfingstmelodie

Noten der Jugend,
Musik die betört –
schon immer und ewig
von allen gehört –
sie leben, die geben,
sie achten den Wert
und schwingen im Leichten –
nichts, was beschwert,
denn –
künstlich das Schwere
herniederdrückt.

Und Trauer im Leichten –
das macht so entrückt.
Die Seele kann schwelgen
und Hoffnung ist da –
im leichten Tanze –
als die Note gebar.

Veronika Dommer 2018