Archiv der Kategorie: Frieden

LEBENSDINGE

Den Stürmen Raum lassen
den Menschen begegnen
das Leben anfassen
und wieder beleben
das Tal durchschreiten
und Hoffnung halten
den Berg erklimmen
die Alten behalten
die Kinder schützen
die Schwachen stützen
und denen, in der Mitte
Respekt verschaffen

das Schwere üben
am Leichten sich freuen
und immer wieder
aufsteh’n
von Neuem

genießen die Ruhe
den Augenblick
und Wagen sein Leben
mit viel Geschick

das Leben kann
so und so sich entfalten
in Freude und Lust
im Hadern und Bangen
im dir und im wir
zu allen Zeiten
im “LEBENSVERLANGEN”

Veronika Dommer 2014

KREUZUNG

Wenn das Leben voll wird,
ist Tiefe verkehrt –
oder
verzehrt die Zeit – für?
weitere „action“

Die Not steht bereit.
Es fällt, wer nicht mit kann,
es fällt, wer nicht sieht, –
dass:
Oberfläche –
im Trend ist und lange schon liegt.

Wer fällt kann aufsteh’n,
und was er dann macht,
ist Kreuzung im Leben –
nicht einfach vollbracht!

Dommer Februar 2019

Wie wollen wir leben?

Einst saß ich an einem umringten Platz, und sah eine sehr alte Frau gehen. Sie war gebeugt, abgemagert, hatte dünne Beinchen in großen Schuhen. Die alte zog eine kleine Einkaufstasche hinter sich her. Die Tasche schien noch leer zu sein.
Die alte Frau ging sehr langsam und mir schien, ihre Kraft würde später für eine gefüllte Einkaufstasche nicht reichen.
Ich war Gast an diesem Ort, kannte mich nicht aus. Jetzt stelle ich mir die Frage, ob ich diese Frau auch so hätte ziehen lassen, wenn ich an diesem Ort gewohnt hätte?
Wenn ich sie gekannt hätte – gewiß nicht, aber als unbekannte, wahrscheinlich doch.
Diese Begegnung liegt schon mehrere Jahre zurück. Aber die alte Frau, ist tief in meine Seele gelaufen
Und Trauer überkommt mich. Pflegenotstand, Umgang mit Menschen. Muss denn wirklich alles mit Geld aufgerechnet werden. Können wir Menschen nicht anders miteinander umgehen!

Ja, wir können! Wir können anders miteinander umgehen. Wohlwollend, helfend, freundlich, lachend, …
Aber die Frage ist, ob wir es wollen!

Wann beginnt
ABSCHIED
vom
LEBEN
mit all‘ seinem
STREBEN
und allem
SEIN
mit all‘ seiner
FREUDE
und
HOFFNUNG
darauf –
ein
MENSCH
unter
MENSCHEN
zu sein.

Wann bröckeln
die ersten KRÜMEL
und fragen nach deinem SINN.

ES darf, soll und wird menschlich sein!





APPELL an die Vernunft

Wir gehen das Leben tagelang
missachten die müden Glieder
wir packen und tragen –
ziehen blank
und liegen am Abend nieder

doch STOPP,
das Schicksal ist anders gedacht
Leben ist leben –
mit bedacht
halt‘ ein und heil‘ dich
leg ab deine Gier
leg ab deine Messe
geh‘ in dich
und frier‘ –
nicht länger –
nach Leben,
in Frohsinn und Freud

sei einfach DU selber
mit weniger Neid
sei einfach im Handeln
nach dem, was DU fühlst
plazier‘ dich doch neu
– erkenn‘ deine BASIS
trenn‘ Weizen und Spreu.

Hoffnung – Freude

H o f f n u n g – F r e u d e
Verzeihen
der Weg macht frei
kommt nicht von selbst
anschauen
hinschauen
sehen
verdauen –

lässt zurück
Wut und Schmerz

die Decke reißt
macht breiter den Weg
weitet den Blick
öffnet das Herz –

da fällt ein Licht
auf Dunkelheit
Vergessenes
durch Wut verdecktes
Gutes
Schönes

und wiegt auf –

nicht allen Schmerz –
nicht für immer –
aber lässt verzeihen –
nicht vergessen.

Verzeihen ist mehr –
als das Alte
bewältigen…

Es öffnet Türen,
gibt Raum zum Leben.


Weihnachten 2018
Veronika Dommer