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Gedanken über die und das

Wenn es wirklich so ist, dass mein Geist, einer Sache eine bestimmte Bedeutung zuordnet, dann soll diese Bedeutung mein Denken, Fühlen und Handeln bestimmen? Und, je nachdem wieviel Platz diese Sache in meinem Leben einnimmt, kann mein Leben entsprechend bestimmt werden?
Meine Frage: Wird mein Leben von mir bestimmt oder von der Bedeutung der Sache? Und wird dieser Sache von anderen ebenso große Bedeutung beigemessen, potenziert sich dann die Bedeutung? Erhält die Sache dann mehr Bedeutung als angemessen wäre?
So könnte die Bedeutung einer Sache, immer mehr Einfluss auf mich und mein Leben nehmen? Die Frage, welchen Sinn die Sache hat, ist dabei noch gar nicht mal gestellt. Oder würde die Sinnfrage außer Acht gelassen werden, wenn dem nur genug Bedeutung beigemessen würde?

Sinn und Bedeutung müssen nicht auf einer Linie sein? Der Sinn kann fehlen trotz einer potenzierten Bedeutung? Je mehr Menschen einer Sache die gleiche Bedeutung beimessen, würde die Sache zu einer bedeutenden Realität werden? Hieße jedoch immer noch nicht, ob das Sinn hat oder macht.
So könnte ein Schulkind sagen: Dies bedeutet mir gar nichts. Einem jungen Menschen bedeutet jenes gar nichts. Ein älterer Mensch würde etwas anderes bedeutender finden, Mann oder Frau, dito.
Wer also legt etwas fest? Wie entsteht eine Masse von Bedeutung? Reicht allein das große Wort? Müssen wir lauter sein, wenn wir einer Sache Bedeutung beimessen wollen?

Greta Thunberg, hat es auf eine temperierte, vielleicht sogar leise Art, und mit einer ungewöhnlichen Methode getan. War die Zeit reif für etwas Neues in Sachen Umwelt? Kann ein einzelner einer Sache soviel Bedeutung beimessen, dass es zu einer großen Masse wird, einfach so? Oder hat es auch etwas damit zu tun, dass ein Sinn in der Sache liegt, der vehement Bedeutung beigemessen wurde?

Und somit berührt dieses insgesamt auch mich – hat in meinem Denken und Handeln schon immer einen Platz belegt, wurde jedoch – durch die Masse an Bedeutung anderer – beeinflusst, und beeinflusst mich mit dieser Bedeutung inklusive Sinn heftiger, als es vorher der Fall war, und ändert gleichzeitig meinen Realitätsbezug.

Anregung zum Weiterdenken – Gedanken über dies und das.

Veronika Dommer September 2019

Lauthals

Je lauter du dich präsentierst,
je eher bist du vorn -

Ob nur das Laute glänzt im Mund,
die Frage stört enorm...

Das Festgelegte ist das Ziel,
das WIE -
ist ganz egal...

Verluste ?
Ja, warum auch nicht-
die Menschen sind ja da...

veronika Dommer 2017

Liebe und Leben

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
So einfach! So schwierig?

Es ist so.

Nur, wenn man sich selbst mag, mit sich zufrieden sein kann, sich annimmt wie man ist, seinen Selbstwert erkennt und lebt – ja, dann kann es gelingen.

Ein runder, geschliffener Stein liegt angenehm in der Hand. Aber wirklich schön und liebenswert machen ihn seine Zeichnungen – die Wege der Formung, die Lebensadern, die Farben durch das Werden. All dies kann man erst am Ende eines Prozesses erkennen und würdigen.
Dazu gehören Geduld, Wohlwollen und Liebe auf allen Wegen, sowie die Zuversicht und das Vertrauen zu sich selbst.

Jeder steht für sich in der Verantwortung.
Hilfe zum Werden kann man finden. Und es gehört Mut dazu, um Hilfe zu bitten. Mitunter ist dies notwendig.

Lebenskraft und Lebensmut erlangt man nicht einfach so.
Die Türen dazu suchen und finden, sowie mit Glück offene Türen sehen, dazu gehört das Wollen und dazu gehören die richtigen Freunde.

31.08.2019. Veronika Dommer

Steppenbrand

die Liebe ist verdorrt,
es nahm sie keiner mit,
die Achtung vor dem Menschen
ging auch im schnellen Schritt –
weit fort.

Was kommt jetzt noch?

Ein Trampler, der posaunt?
Der wie vor Jahren –
gings ganz schnell –
den Frieden uns geraubt?!

Gebt acht! Gebt acht!

Erst pieksen sie
dann stechen sie
und sind sie an der Macht –
dann –
Friede – Gute Nacht…

NIE WIEDER KRIEG

Diejenigen, die den Krieg, den sie den letzten großen nennen, erlebt haben,
wissen, was es heißt – wenn sie sagen: NIE WIEDER KRIEG!

Es werden immer weniger, die davor mahnen können, weil sie ihn auch
erfahren haben.
Doch gibt es nicht auch viele unütze Kriege, die in der Welt geführt werden.
Wir sehen die Bilder in den Medien, wir hören die Schreie, die Trauer und
die Empörung.

Aber hören wir wirklich?

Wie groß muss der Machtgedanke und der Wunsch nach Allmächtigkeit
derer sein, die auch vor Krieg nicht zurückschrecken.

Schon vieles an Sätzen habe ich vernommen……

Es gibt immer einen WEG der verbalen Auseinandersetzung, einen Weg
der Einsicht, des Verstehens und des Kompromisses.
Können die Menschen noch Kompromisse? Oder wollen Sie gar nicht mehr?

NIE  WIEDER  KRIEG!!!

FRIEDEN DAFÜR IMMER!
FRIEDEN DAFÜR IMMER!
FRIEDEN DAFÜR IMMER!

Neujahr 2018

Ein frischer Wind
begrüßt den Tag
der Rauch ist schon verweht
Raketenstäbe, Knall der Nacht
sind noch nicht weg gefegt
doch macht der Wind
die Frische aus
durchlüftet meinen Kopf
die Welt sieht gleich
viel klarer aus
und Spott bleibt Spott
bleibt Spott

Lichter in den Fenstern
Lachen im Gesicht
Freude auch im Herzen
Lebensfreude spricht

aus der kleinsten Zelle
aus dem ganzen Ich
trage diese Hoffnung
und verzage nicht

Freu mich an der Stunde
und dem warmen Blick
Herzen steigen höher
Leben kehrt zurück

Schwellen überschritten –
Grenzen allemal –
Altes ist entglitten
anno dazumal

Jahreswechsel 2017 Veronika Dommer